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Axel und Balder erklären die große Aufgabe der Dackel

Axel und Balder erklären die große Aufgabe der Dackel

Wildschweinjagd

 

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Auf der Verfassungswiese war an diesem Morgen ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit zu spüren.

Die Jungdackel – Ajax, Bautz, Eddi, Gaius, Lump und Ares – saßen im Halbkreis im Gras. Ihre Ohren standen auf Empfang, und ihre Nasen arbeiteten wie kleine Radargeräte.

Vor ihnen saßen Axel und Opa Balder, die beiden ältesten und erfahrensten Dackel der Bande.

Balder räusperte sich ein wenig – so wie alte Dackel es tun, wenn sie gleich etwas Wichtiges erzählen.

„Heute“, begann er ruhig, „erklären wir euch eine der ältesten Aufgaben unserer Familie.“

Ajax rückte sofort ein Stück näher.

„Die Wildschweinjagd“, sagte Axel und blickte ernst in die Runde.


Die besondere Aufgabe der Dackel

„Ein Dackel“, erklärte Axel, „ist klein. Aber genau deshalb wird er gebraucht.“

Die Jungdackel blickten sich an. Klein waren sie tatsächlich.

Balder nickte.

„Wildschweine verstecken sich gern in dichtem Dickicht. Große Hunde kommen dort nicht gut hinein. Aber wir Dackel können durch jeden Busch, unter jeden Ast und in jedes Dornengestrüpp.“

Ajax hob stolz seine Brust.

„Unsere Aufgabe ist nicht, ein Wildschwein anzugreifen“, fuhr Balder fort.
„Unsere Aufgabe ist aufspüren, aufscheuchen und laut melden.“

„Das nennt man“, ergänzte Axel, „spurlaut arbeiten.“

Eddi versuchte sofort probeweise ein besonders lautes „Wuff!“.

Balder lächelte.

„Wenn wir das Wildschwein gefunden haben, bleiben wir beweglich und vorsichtig. Wir halten Abstand und sorgen dafür, dass das Wildschwein in Bewegung bleibt, damit die Jäger sehen können, wohin es läuft.“


Warum Wildschweine gefährlich sind

Nun wurde Axel etwas ernster.

„Ein Wildschwein ist kein Reh“, sagte er ruhig.

„Ein Keiler hat scharfe Hauer – lange, gebogene Zähne.“

Die Jungdackel schluckten.

„Wenn ein Hund zu nah kommt oder unvorsichtig wird“, erklärte Balder, „kann ein Wildschwein sehr schnell angreifen.“

Ajax fragte leise:

„Auch einen Dackel?“

Balder nickte.

„Gerade einen kleinen, mutigen Dackel.“

Deshalb, so erklärte Axel, müsse ein Jagddackel drei Dinge beherrschen:

  1. Mut

  2. Klugheit

  3. Beweglichkeit

„Mut ohne Klugheit“, sagte Balder, „ist nur Tollkühnheit.“


Das Warnmäntelchen

Nun zeigte Axel auf etwas Leuchtendes neben sich.

Ein kleines orangefarbenes Warnmäntelchen.

„Das hier“, erklärte Axel, „trägt ein Jagddackel bei der Drückjagd.“

Bautz schnupperte neugierig daran.

„Warum ist es so hell?“, fragte Gaius.

Balder antwortete:

„Damit die Menschen im Wald uns sofort sehen können.“

Denn bei einer großen Jagd sind viele Jäger im Wald unterwegs.

„Ein kleines saufarbenes Tier im Gebüsch“, sagte Axel,
„könnte sonst leicht mit einem anderen Wild verwechselt werden.“

Das Warnmäntelchen sorgt dafür, dass jeder sofort erkennt:

Das ist ein arbeitender Jagdhund.


Eine alte Dackelregel

Die Jungdackel saßen nun sehr still.

Balder sah in die Runde und sprach langsam:

„Ein Dackel jagt nicht, weil er kämpfen will.“

„Ein Dackel jagt“, ergänzte Axel,
„weil er eine Aufgabe hat.“

Ajax nickte sehr ernst.

Dann sagte Balder zum Abschluss:

„Merkt euch drei Regeln der alten Dackel.“

  1. Sei mutig – aber nicht unklug.

  2. Halte Abstand – auch wenn dein Herz vor Abenteuer klopft.

  3. Ein guter Dackel arbeitet immer für die Gemeinschaft.

Die Jungdackel blickten über die Verfassungswiese.

Ajax flüsterte:

„Dann ist ein Dackel also klein…“

Balder lächelte.

„Ja.“

Ajax überlegte kurz.

„…aber seine Aufgabe ist groß.“

Balder nickte zufrieden.

Und irgendwo am Waldrand raschelte es im Unterholz. 

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