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Ein Dackel gibt nicht auf!

Ein Dackel gibt nicht auf!

Ares und der Ball

Als Ares Lieblingsspielzeug – der blaue Ball – in den Teich rollte….

Ares und der blaue Ball auf der Verfassungswiese

An einem stillen Frühlingsnachmittag lag die Verfassungswiese ruhig unter der warmen Sonne. Das hohe Gras bewegte sich langsam im Wind, Libellen schwirrten über dem kleinen Teich, und irgendwo am Rand knackte leise ein alter Ast im Knick.

Unter dem großen Walnußbaum saß Ajax, der oberste Hüter der Verfassungswiese. Sein dunkles, struppiges Rauhaarfell glänzte im Licht, während er mit ruhigen Augen über die Wiese blickte. Ajax sagte selten viel. Aber er sah alles.

Nicht weit entfernt tobte Ares über die Wiese. Sein ganzer Stolz war sein Lieblingsball — ein kleiner, kräftig blauer Ball, den er überallhin mitnahm. Er sprang damit durch das Gras, schob ihn mit der Schnauze vor sich her und warf ihn immer wieder hoch in die Luft.

„Pass auf, Ares“, brummte Bautz noch aus der Ferne. „Nicht so dicht am Teich!“

Aber Ares hörte kaum hin.

Mit einem etwas zu kräftigen Stoß kullerte der blaue Ball plötzlich den kleinen Abhang hinunter — direkt zum Wasser.

„Oh nein!“, bellte Ares erschrocken.

Plopp.

Der Ball landete mitten im Teich und begann langsam davonzutreiben.

Ares rannte sofort hinterher. Am Rand des Teiches lagen zwei kleine Inseln aus Schilfgras, die wie winzige Schiffchen aus dem Wasser ragten. Von dort aus versuchte Ares an den Ball heranzukommen.

Er sprang auf die erste Insel.

Ganz vorsichtig streckte er die Pfote aus.

Doch genau in diesem Moment drehte sich der Ball langsam weg und glitt weiter über das Wasser.

„Bleib doch stehen!“, knurrte Ares empört.

Er sprang auf die zweite Insel. Wieder streckte er sich so weit vor, dass sein struppiger Bart fast das Wasser berührte.

Fast.

Ganz fast.

Doch wieder trieb der Ball direkt vor seiner Nase davon.

Unter dem Walnußbaum beobachtete Ajax alles schweigend.

Ares wurde immer entschlossener. Er sprang zurück ans Ufer, lief zur anderen Seite des Teiches, rutschte über feuchtes Gras, sprang erneut auf einen Stein und streckte sich diesmal noch weiter hinaus.

Zu weit.

Mit einem überraschten Jaulen verlor er den Halt.

Platsch!

Ares fiel kopfüber ins Wasser.

Für einen Moment war nur noch das wilde Spritzen seiner Pfoten zu hören. Tropfnass paddelte er zurück ans Ufer, während sein blauer Ball weiter draußen auf dem Wasser schaukelte.

Ajax hätte ihm längst helfen können. Ein einziger ruhiger Schritt von ihm hätte genügt.

Doch Ares bat nicht um Hilfe.

Nicht aus Stolz.

Sondern weil er es selbst schaffen wollte.

Völlig durchnässt stand er am Ufer, das Fell klebte ihm in alle Richtungen, und kleine Wasserfäden tropften aus seinem Bart. Trotzdem blickte er weiter entschlossen auf den Ball.

Da wurde der Wind plötzlich etwas stärker.

Ganz langsam kräuselte sich das Wasser.

Der Ball drehte sich.

Dann trieb er Stück für Stück wieder zurück Richtung Ufer.

Ares hielt den Atem an.

Noch ein kleines Stück.

Noch ein kleines bisschen.

Dann berührte der Ball endlich das Gras am Rand.

Mit einem schnellen Satz schnappte Ares ihn sich und hielt ihn triumphierend fest.

„Geschafft!“, rief er stolz.

Ajax erhob sich nun langsam unter dem Walnußbaum und ging zu ihm hinüber.

Ares stand noch immer tropfnass da, den blauen Ball fest zwischen den Pfoten.

Ajax setzte sich neben ihn und sagte ruhig:

„Viele geben auf, wenn etwas nicht sofort gelingt.“

Ares blickte zu ihm auf.

„Aber manchmal“, sagte Ajax weiter, „prüft das Leben nur, ob man wirklich weitergehen will.“

Der Wind bewegte leise das Schilf am Teich.

„Durchhalten bedeutet nicht, niemals zu fallen“, erklärte Ajax. „Durchhalten bedeutet, nach dem Fallen wieder aufzustehen und weiterzumachen.“

Ares sah auf seinen Ball hinunter.

Dann nickte er langsam.

Und obwohl sein Fell völlig nass war und er fror, fühlte er sich plötzlich größer als vorher.

Nicht weil er den Ball zurückbekommen hatte.

Sondern weil er gelernt hatte, nicht aufzugeben.

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